Reisebericht — Live—Bericht 2020

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Wir wollen in den nächsten Wochen die Aktivitäten des Vereins in Sri Lanka live begleiten

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Noch der Strand von St. Peter Ording
Noch der Strand von St. Peter Ording

Liebe Vereinsmitglieder, lieber sonstige Vereinsförderer,

es bald wieder soweit. In wenigen Tagen machen wir uns auf den Weg nach Sri Lanka. Wir, das sind in diesem Jahr “11” Vereinsmitglieder. Erneut ein starkes Team vor Ort bei unseren “Rosenkindern” in Sri Lanka. Ein volles Programm erwartet uns wieder mit vielen Aktivitäten.Die Reisegruppe 2020 freut sich auf das Abenteuer Sri Lanka mit allen geplanten und ungeplanten Ereignissen und Erlebnissen, wie es halt so üblich ist in Sri Lanka. 

In den nächsten Wochen melden wir uns regelmäßig und berichten aktuell von der Reise an dieser Stelle. Tagesaktuelle Infos gibt es bei Facebook. 

Bitte nicht wundern, dass wenig direkte Bilder von unseren “Rosenkindern” dabei sind. Wir müssen und wollen die Privatsphäre in den sozialen Medien und im Internet gerne schützen.

Dann also Tschüss bis bald – wir sind dann mal weg.
Ihr/Euer
Dieter Kaske

31. Januar 2020

Wir sind fröhlich in Sri Lanka angekommen. Auch den ersten Hitzeschock am Flughafen haben wir gut überstanden. Bei Noble eine herzliche Begrüßung, die alle Herzen öffnet. Am Morgen dann erstmal zum Telefonladen, um die Kommunikation auf Vordermann zu bringen. Der Nachmittag gehört dem Strand und dem Wellenbad im Ozean. Auch Depani ist wie immer an ihrem Platz. Der traditionelle Tempelbesuch zum Auftakt ist auf Morgen verschoben- better energy at the beginning of the month. Außerdem treffen wir morgen Dooland und Nandani im Briefgarden. Erste Absprachen treffen und den guten Tee auf der wundervollen Terrasse genießen 

1. Februar 2020

Auf die better energy müssen wir heute leider verzichten. In Nobles Familie gibt es einen Todesfall und dann ist die Anwesenheit aller Familienmitglieder erforderlich. Wir haben einen unerwarteten freien Vormittag und erleben sowohl den mobilen Bäcker als auch den Fischhändler auf ihrem Motorrad. Thelsi kauft Thunfisch für das Mittagessen. Für ausgiebiges Schwimmen im Meer bleibt auch noch Zeit bevor wir mit dem Tuk Tuk in den Briefgarden aufbrechen. Ein freudiges Wiedersehen mit Dooland und seiner Frau Nandani, die einen Teil unserer Patenschaften betreuen, feiern wir auf der wunderbaren Terrasse. Aber auch die Termine für unsere Projekte sprechen wir ab. Schon Montag werden wir uns wiedersehen. Morgen geht es erstmal zu unseren Mädels im Waisenhaus.

2. Februar 2020

Heute fahren wir endlich in unser Kinderheim nach Balapitiya. Es ist immer wieder eine große Freude. Die großen o-level Mädchen üben Lehrerin zu sein und geben den kleineren Nachhilfeunterricht. Wir machen sofort mit. Aber es gibt große Schwierigkeiten mit der singhalesischen Sprache und der Präsident muss aufgeben. Eine Besprechung mit Nilani, der Leiterin, und dem Komitee verläuft gut. Es gibt noch Tee und leckere gefüllte Pfannkuchen von Nilanis Mutter. Mit dem Versprechen wiederzukommen, dürfen wir uns verabschieden. Nach Sonnenuntergang geht es dann noch nach Kandelaber Vihara zum Tempel. Ein Obstkorb wird gekauft, sowie Räucherstäbchen und eine kleine Flasche Öl. Das Öl ist für das ewige Licht und die vielen kleinen Lichter. Der Obstkorb wird, inklusive einer Geldspende, bei dem Priester abgegeben. Der behält das Geld und das Obst, dass der Gott gerne hat, den Rest erhalten wir zurück. Ein Segen wird gesprochen und wir fahren wieder glücklich nach Hause. Ein leckerer Fisch wartet auf uns. Morgen besuchen wir 2 Familien für neue Patenschaften und ein Kinderheim, das Dooland neuerdings betreut. Ein aufregender Tag.

3. Februar 2020

Ein spannender Tag neigt sich seinem Ende. Heute Morgen fahren uns Samantha und sein Sohn mit 2 Tuk Tuks zum Supermarkt nach Beruwala. Der Chef begrüßt uns freundlich. Er kennt uns noch vom letzten Jahr. Wir kaufen für 90 Kinder Geschenke ein. Seife, Zahncreme, Zahnbürste, Cookies, Schokolade und ein Milchgetränk. Alles wird 3 Mal gezählt und kontrolliert und dann in Kisten verpackt. Wir verstauen alles in den Tuk Tuks und freuen uns auch noch hineinzupassen. Wir liefern alles bei Noble ab und packen noch schnell 22 Pakete, die wir heute noch verschenken wollen. Dann auf zum Briefgarden. Dort geht es gleich weiter mit Doolands Jeep. 2 Familien in der Nähe wollen wir besuchen. Die ärmlichen Verhältnisse, die wir vorfinden, machen uns sehr betroffen. Wie fleißig und erfolgreich dann die Kinder in der Schule sind, ist immer wieder erstaunlich. Um die Häuser der Kinder hier in der ländlichen Umgebung zu finden, bedarf es jedes Mal eines ortskundigen Führers. Einer kommt mit dem Fahrrad, der nächste mit dem Motorrad. Der Allradantrieb des Jeeps wird auch dringend benötigt. Zurück geht es über einen sehr abenteuerlichen Weg durch eine Rubberplantage. In Brief gibt es dann zur Stärkung ein small Lunch, um danach noch ein Mädchenkinderheim in Beruwala zu besuchen, zu dessen Chairman Dooland gerade berufen wurde. Über unsere Geschenke freuen sie sich sehr. Auf dem Rückweg kauft Nandani noch einen Fisch auf dem Fischmarkt. Zurück bei Noble reicht es noch zum Schwimmen im Meer, bevor die Sonne untergeht. Morgen ist Nationalfeiertag und wir sind in Colombo in die Camilla School eingeladen.ö

4. Februar 2020

Feiertag in Sri Lanka – Unabhängigkeitstag. Es gibt viele offizielle Feierlichkeiten. Wir sind eingeladen in die Camilla School in Colombo. Ein Heim für gehandicapte Kinder und junge Erwachsene mit einer angeschlossenen Tagesschule für Kinder von außen, die wir finanziert haben. Ein Lions Projekt und viele sind gekommen, um den Tag mit den Bewohnern und Betreuern zu feiern. Etwas offizielles Programm, Vorführungen der Bewohner und viele Spiele, die allen Freude bereiten. Ein wunderschöner Tag, den wir noch mit einem Restaurantbesuch in Colombo krönen. Großstadtflair, das wir morgen wieder erleben dürfen. Wir fahren nach Colombo zur Zentrale des ACBC, um über unsere Projekte zu reden und Dinner wird es auch geben

5. Februar 2020

Marktstände und Auslagen in Geschäften sind oft so wunderschön anzusehen, dass wir in Kaufrausch verfallen. Thelsi freut sich sehr über unseren morgendlichen Einkauf. Die Vorratskammer ist wieder gefüllt und sie kann uns leckere Currys zaubern. Heute Nachmittag fahren wir dann nach Colombo in das ACBC Headquarter, um mit den Verantwortlichen unsere Projekte zu besprechen. Ein erfolgreiches Gespräch auf das dann noch ein hervorragendes Dinner folgt. Spät kommen wir wieder nach Hause und früh müssen wir morgen wieder los, um das Kinderheim für blinde und taubstumme Kinder zu besuchen. Ein toller Tag steht uns bevor.

6. Februar 2020

Früh am Morgen brechen wir auf nach Mahaweewa. Über die Autobahn sind es 2 1/2 Stunden. Wir kommen etwas zu früh, aber man erwartet uns bereits. Eine traditionelle Begrüßung mit Überreichen von Betelblättern und Abholung vom Tor mit Musik. Es ist großartig zu sehen, wie die blinden und taubstummen Kinder musizieren. Danach erwartet uns eine Vorführung der Tanz- und Musikklasse, deren Unterricht wir finanzieren. Die Freude der Kinder lässt uns das Herz aufgehen. Mit uns eingeladen sind noch ein Professor und ein Doktor der Universität. Sie wollen auf dem großen Gelände ein Gartenprojekt installieren. Unter Anleitung von Studenten wird Gemüse angebaut werden. Die Kinder des Heims sollen helfen und damit auch lernen für ihre Zukunft, um nach Verlassen des Heims ein selbstständiges Leben führen zu können. Das Gemüse wird für die eigene Versorgung benutzt und später auch verkauft werden. Außerdem soll das Gelände mit Ideen der Kinder nett gestaltet werden. Ein tolles Projekt, das wir gern unterstützen wollen. Alle Verantwortlichen sind voller Tatendrang und wir sind gespannt, was wir in einem Jahr dort vorfinden. Ein Lunch in einem toll gelegenen Restaurant rundet unseren Besuch ab und glücklich fahren wir wieder nach Beruwala zurück

7. Februar 2020

Großeinkauf im Fashion Shop. Wir fahren nach Ambalangoda und treffen Nilani, die Leiterin unseres Mädchenkinderheims und 3 der älteren Mädchen. Sie suchen New Year Clothes aus für alle 40 Kinder. Wir schenken den Mädels jedes Jahr neue Kleidung zum Neujahrsfest, denn traditionell kleidet sich ganz Sri Lanka dann neu ein. Die Mitarbeiter und den Chef im Shop kennen wir schon gut. Wir kommen jedes Jahr hierher und handeln immer Rabatt für den Großeinkauf aus. Mit Bergen von Tüten verlassen wir den Laden. Überreichen werden wir die Sachen wenn wir das Kinderheim in 2 Wochen wieder besuchen. Heute Abend haben wir ein erstes Treffen unserer Reisegruppe in Sri Lanka. Alle sind inzwischen eingeflogen und Sonntag starten wir zur Rundreise. Morgen steht noch ein kurzer Besuch eines evtl. zukünftigen Projektes an. Davon aber morgen mehr.

8. Februar 2020

Wir nutzen unseren letzten Tag vor der Rundreise für einen Besuch eines Jungenkinderheims in der Nähe von Kalutara. Auf dem großen Gelände befinden sich noch einige Gebäude, in denen man ein Ausbildungszentrum für Jungen einrichten möchte. Dieses „ möchte“ ist schon ein paar Jahre im Gespräch, scheint aber jetzt Fahrt aufzunehmen. Sollte das Ausbildungszentrum laufen, würden wir gerne hier auch ein Hostel betreiben, sodass Jungen aus anderen Kinderheimen im Hostel wohnen und eine Ausbildung machen können. Noch sehen die Räumlichkeiten dramatisch aus, aber in Panadura, wo wir das gleiche schon für Mädchen gemacht haben, war die Situation ähnlich. Wir sind optimistisch und gespannt auf das, was noch passiert. Heute ist noch entspannen angesagt, denn morgen geht es um 6 Uhr los. Um 9 Uhr wollen wir bei unseren Patenkindern in Kotapola sein. PS: das Badezimmer war ein Highlight. Donation eines deutschen Spenders

9. Februar 2020

Um 6 Uhr in der Frühe geht es los nach Kotapola. Nach 1 Stunde Autobahn schlängelt sich unser Bus hinauf ins Teegebiet. Wir sind froh nach 2 1/2 Stunden anzukommen. Zum Tempel hinauf steigen wir um in Tuk Tuks. Die Straße ist sehr steil und kurvig.. oben erwartet uns das Paradies. Ein wunderschöner Tempel eingebettet in überbordendes grün. Aber auf uns wartet Arbeit. 35 Patenkinder wollen uns ihre Zeugnisse zeigen und von sich berichten. Wir sind sehr angetan von ihren Leistungen und ihren frohen Gesichtern. Dr. Kirinde und sein Organisator Wasantha machen hier tolle Arbeit. Zum Schluss haben sie auch noch 12 neue Kinder bestellt, die sich um eine Patenschaft bewerben. Alle Personalien und die familiäre Situation wird notiert. Dann lädt man uns zum Lunch ein und es ist wie immer eine große Tafel voller Currys. Zum Schluss erhalten wir noch den Segen von Dr. Kirinde und ein Glücksbändchen. Wahrhaftig glücklich geht es dann nach Deniyaya in die Rainforest Lodge; wo wir herzlich als alte Freunde begrüßt werden. Der Tag wird einen gemütlichen Ausklang nehmen.

10. Februar 2020

Am Morgen müssen wir schon früh die Rainforest Lodge verlassen. Wie immer ein tränenreicher Abschied. Ein lange Fahrt liegt vor uns. Erstmal die Berge runter ins Flachland, vorbei an Udawallawa und dann wieder rauf in die Berge nach Ella. Wie gut, dass wir Kassun und Lakshan haben. Sie bringen uns sicher auf jeden Berg. In Ella gehen wir in einem angesagten Restaurant „Chill“ essen.  Es ist sehr lecker und extrem cool und Ella ist voller Touristen. Nur 20 Kilometer weiter in Badulla ist von diesen niemand mehr zu sehen. Kein Touristenhotel und keine Touristenrestaurants. Ein großer Gegensatz. Wir verhungern trotzdem nicht, werden gut schlafen und morgen mit dem Zug nach Kandy fahren. Die Tanzschule wartet. 60 Geschenke sind gekauft. Es gibt eine „kleine“ Show. Auf dem Weg nach Badulla gab es viele Stops. Wasserfälle waren zu bestaunen und in Badulla ein schöner Tempel

11. Februar 2020

In Badulla besteigen wir in der Frühe den Zug nach Kandy. Eine Zugfahrt durch eine wunderschöne Landschaft. Der Zug stöhnt und ächzt sich hinauf auf 1800 m. Das Hochland von Sri Lanka durchqueren wir im Stehen, am Fenster klebend. Dann geht es wieder bergab. Teeplantagen, Wasserfälle, ein grünes Paradies. Für Verpflegung im Zug ist gesorgt. Händler bieten Erdnüsse, Waddis, Sandwich,Tee und kalte Getränke an. Wir probieren alles. Nach gut 6 Stunden erreichen wir Kandy gut durchgeschüttelt. Unser Bus erwartet uns schon, um uns in die Tanzschule zu fahren, die wir schon seit langer Zeit unterstützen. Er erwartet uns eine Tanzvorführung in traditionellem Kandydance. Die Kinder zeigen ihr Können und wir staunen und sind begeistert. Wir fahren glücklich über den tollen Tag in unser Hotel und morgen geht es dann nach Anuradhapura

12. Februar 2020

Auf unserem heutigen Weg nach Anuradhapura kommen wir durch Matale. Hier gibt es einen Hindutempel, den alle Touristen gern besichtigen. Also schließen wir uns an. Bunt ist alles hier und es sind schöne Fotos, die wir machen können. Zur Mittagszeit kommen wir an einer weiteren Touristenattraktion vorbei, die wir unbedingt erleben wollen. Eine außergewöhnliche Tour durch ein Dorf, wie es früher war. Wir erfahren etwas über Bewässerung, Essenszubereitung und zum Lunch gibt es traditionelles Rice and Curry,, dass wir mit den Fingern essen. Wir sind begeistert. Ein Einblick in das Leben in Sri Lanka, wie man ihn selten erlebt. Kurz vor Sonnenuntergang erreichen wir dann Mihintale. Hier kam der Buddhismus nach Sri Lanka. Ein mystischer Ort. Wir erklimmen den Rock und genießen den wunderschönen Ausblick. Unser Hotel ist nicht weit entfernt und wir freuen uns auf den Feierabend.

13. Februar 2020

Heute wollten wir die Schule in Anpakkamam besuchen, der wir Geld für eine Renovierung gespendet haben. Wir dürfen in dieses Gebiet nur mit einer Militäreskorte. Leider hat sich für heute der General für einen Besuch angemeldet. Niemand hat Zeit für uns. So gibt es spontan einen freien Tag und wir nutzen ihn für eine Jeepsafari im Wilpatu Nationalpark. Früh am Morgen starten wir und hoffen auf einen Leoparden. Keiner hat ihn je gesehen, aber wir. Er liegt hinter einem Busch. Wir sehen seine Augen, den Schwanz und sehen ihn atmen. Für ein Foto reicht es nicht, aber wir sind glücklich. Großartige Natur und viele Tiere gibt es noch dazu. Der Nachmittag gehört den heiligen Plätzen. Tempel, Stupa und der älteste Bodhibaum. Heute Abend wird Rundreiseende gefeiert und morgen geht es zurück nach Beruwala ins Barberyn.

14. Februar 2020

Rückfahrt nach Beruwala. Viel gibt es nicht zu berichten. Aber das Lunchrestaurant war Spitzenklasse. Morgen starten wir mit Ayurveda.

15. Februar 2020

Bekommt man in Sri Lanka Durst, ist eine Erfrischung meist nicht weit. An der Straße wird überall King Coconut verkauft. Frisch vom Baum, ein Loch zum trinken abgeschlagen und schon geht es los. Ist die Flüssigkeit ausgetrunken, ein Schlag mit der Machete und man kann sich auch noch am Fleisch laben. Morgen fahren wir in den Briefgarden, um dort 25 Patenkinder zu treffen. Das wird ein toller Nachmittag werden.

16. Februar 2020

Mit unserem pinken Bus geht es heute in den Briefgarden. 25 Patenkinder nebst Eltern oder anderen Verwandten warten schon auf uns. Zeugnisse werden angeschaut. Es wird gelobt, manchmal auch ermahnt. Wir hören traurige Familiengeschichten und sind über die schulischen Leistungen dann manchmal sehr erstaunt. Ein Mädchen hat ihr A-Level in Tanz absolviert und zeigt uns ihr Können. Ein wunderbarer Nachmittag, der mit einer Besichtigung des Briefgardens und einer Tea- Time endet.

17. Februar 2020

Hier wird behauptet, Sri Lanka sei das Paradies gewesen. An der Diskussion wollen wir uns nicht beteiligen. Schaut man sich allerdings die Vielfalt der Gewürze und Früchte an, könnte man es sich vorstellen. Äpfel allerdings gibt es hier nicht. Im Barberyn werden kleine Kunstwerke aus Obst und Gemüse gezaubert

18. Februar 2020

Ein intensiver Ayurveda Tag für uns alle. Daher heute nur ein paar nette Fotos. Morgen kaufen wir für die Mädchen aus unserem Hostel in Panadura Geschenke ein. Übermorgen besuchen wir sie. Es wird eine Eröffnungszeremonie geben, da ein weiterer Schlafraum fertiggestellt wurde. Wir sind gespannt.

19. Februar 2020

Bei unserem Lieblingsladen in Beruwela werden wir herzlich begrüßt. Der Geschäftsführer gibt uns für unsere Einkäufe für die Kinder 3% Rabatt und ist immer hocherfreut uns zu sehen. Heute sind es nur 12 Mädchen im Hostel; für die wir kleine Geschenke kaufen. Seife, Zahncreme, Zahnbürste, Kekse und Milchmischgetränke. Auch ayurvedische Zahncreme für zu Hause nehmen wir mit. Dann fahren wir mit Dooland noch zu einer Familie, die wir schon seit einigen Jahren fördern. Eine sehr arme Mutter mit 3 Kindern. Die Situation ist dort sehr schwierig. Die Mutter ist nicht in den Briefgarden gekommen und auch zu unserem heutigen Besuch ist sie nicht da. Der Sohn, unser Patenkind, ist auch nicht da. Nur die Oma, die uns das Zeugnisheft zeigt und berichtet, dass der Junge unregelmäßig zur Schule geht. Die Noten sind mehr als schlecht. Wir werden den Jungen aus der Förderung nehmen. Wenn die Mutter sich nicht kümmert, ist unsere Hilfe sinnlos.

20. Februar 2020

In unserem Hostel in Panadura erwartet man uns schon zur Eröffnung des 2. Schlafraums. In dem Hostel können jetzt bis zu 20 Mädchen aus Kinderheimen wohnen, um im angrenzenden Ausbildungszentrum eine Ausbildung zu machen. Die meisten lernen Schneiderin oder Qualitätskontrolle in der Textilbranche. Nach der schulischen Ausbildung machen sie bei einer Textilfabrik ein 6 monatiges Praktikum und können dann dort arbeiten. So können sie ihren eigenes Lebensunterhalt verdienen, wenn sie mit 18 Jahren das Kinderheim verlassen müssen. Die Textilfabrik werden wir Montag besichtigen. Darauf sind wir sehr gespannt.

21. Februar 2020

Im Barberyn werden heute die Bäume geschnitten. Alles wächst so üppig, dass der Gärtner Hand anlegen muss. Wir fahren mit Samantha und seinem Tuk Tuk nach Aluthgama, um für zu Hause einzukaufen. Wie immer ist viel los in der Stadt. Ständig fahren Busse vorbei in alle Richtungen, an der Tankstelle steht man Schlange. Nur die Dental Surgery hat heute geschlossen. Bin immer wieder froh, wenn die Reise ohne Zahnschmerzen verläuft. Morgen fahren wir nach Colombo zum Sportsmeet der Kinderheime. Wir dürfen Preise übergeben. Das wird eine tolle Sache.

22. Februar 2020

Sportfest aller ACBC Kinderheime in Sri Lanka. 280 Kinder und Jugendliche messen in Colombo ihre Kräfte in unterschiedlichen Disziplinen. Wir sind eingeladen als Ehrengäste und dürfen am späten Nachmittag Preise überreichen. Unsere Mädels aus Balapitiya sind stolz, dass wir dabei sind. Auch Kinder aus dem Heim für blinde und taubstumme Kinder in Mahaweewa sind gekommen. Zur Preisverleihung gibt es eine große Parade, die der Rosenkinderpräsident mit abnimmt. Die Kinder sind glücklich und wir sind es auch. Morgen besuchen wir die Mädchen in Balapitiya und wir werden sicherlich noch vom Sportfest begeistert erzählen.

23. Februar 2020

Mit der ganzen Reisegruppe fahren wir am Nachmittag nach Balapitiya in das Mädchenkinderheim, das wir seit 15 Jahren fördern. Wir finanzieren Lehrer für Mathe , Englisch, Tanz und Hausaufgabenhilfe, damit die Mädchen einen guten Start ins Leben haben. 35 Kinder sind im Moment dort, 6 neue werden erwartet. Man tanzt für uns und wir verteilen unsere Kleider, die wir für das Fest zum Neuen Jahr im April gekauft haben. Wir spüren das Vertrauen, das man uns entgegenbringt. Es ist über die langen Jahre entstanden. Alle sind glücklich und der Abschied ist wie immer herzzerreißend.

24. Februar 2020

Heute Nachmittag haben wir eine Textilfabrik besichtigt. Hier machen die Mädchen aus unserem Hostel in Panadura, die in Nähen und Qualitätskontrolle ausgebildet werden, ein 6 monatiges Praktikum. Danach erhalten Sie einen Arbeitsvertrag. 35000 Rupies verdienen sie dann im Monat. Das ist für hiesige Verhältnisse ein ordentliches Einkommen. Die Fabrik machte einen guten Eindruck. Sauber, hell, gut belüftet. Alle hatten Zeit auf einen kleinen Schwatz mit uns. Insgesamt erheblich besser, als man es aus manch grausigen Fernsehberichten kennt. Fotos können wir hier leider kaum zeigen. Auf jedem ist irgendwo der Firmenname zu sehen und das dürfen wir nicht zeigen. Uns war es wichtig, diese Fabrik zu besichtigen, um den Weg der Mädchen ins eigenständige Leben zu verfolgen.

25. Februar 2020

Es heißt Abschied nehmen aus Sri Lanka. Vor allen Dingen von diesen wunderbaren Menschen hier. Unsere Projekte werden getragen von Ihnen und wären ohne sie nicht möglich. Wir sagen „ Danke“ für die Unterstützung, Freundschaft und Liebe, die wir erhalten. Bedanken möchten wir uns auch bei allen, die unsere Reiseberichte interessiert verfolgt haben. Morgen packen wir unsere Koffer und übermorgen in aller Frühe geht es wieder nach Hause. Die nächste Reise aber ist schon geplant und alle freuen sich auf ein Wiedersehenj