Sri Lanka: Das Haus für Pathumi wird schon bald fertig sein

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Uetersener Nachrichten vom 17.07.2011

 Uetersen. „Eigentlich sollte ich nach über sechs Jahren ‘Projekterfahrung’ und/oder fast fünf Jahren ‘Vereinsarbeit’ für die ‘Rosenkinder’ gelernt haben, dass das schnelle Umsetzen auch eines dringenden Vorhabens so seine Zeit braucht und die eine oder andere Überraschung mit sich bringt“, sagt Dieter Kaske, Vorsitzender des Uetersener Vereines, der sich nachhaltig für das Wohl von (Waisen)Kindern in Sri Lanka einsetzt.

Begonnen hat diese Arbeit nach dem Tsunami am 2. Weihnachtsfeiertag 2004. Es läuft dabei nicht alles reibungslos, so wie sicherlich gewünscht und eigentlich auch notwendig. Und doch: Irgendwie habe man das gesteckte Ziel immer erreicht, gibt Kaske zu bedenken.

Jüngstes Beispiel dafür ist die Kampagne „ein Haus für Pathumi“. Die Uetersener Nachrichten haben darüber ausführlich berichtet.

Im Januar 2011, beim Besuch des durch sintflutartige Monsunregenfälle zerstörten Elternhauses von Pathumi, ihren drei Geschwistern und den Eltern, sei der Entschluss für eine spontane Hilfe schnell gefasst worden, erinnert Kaske an die Ausgangslage. „Die akute Not war greifbar, die Unterstützung durch den ortsansässigen Mönch und die Organisation durch unseren Lions-Club gesichert. Insofern ging es dann schon gleich im Februar mit dem Sammeln los, und das angestrebte Ziel von 3000 Euro wurde schnell erreicht“, fasst der Uetersener das weitere Geschehen zusammen.

Eigentlich konnte es jetzt losgehen mit der konkreten Planung des Neubauprojektes. Doch, so Dieter Kaske, vor Ort sei erst einmal eine Ruhepause eingekehrt, weil die Familie es vorzog, das neue Haus doch auf dem alten Grundstück zu errichten. Davon war ihr abgeraten worden, weil an eben dieser Stelle die Regenfälle dafür gesorgt hatten, dass das Haus am Hang weggespült wurde. Der Wunsch der Familie, genau dort erneut zu bauen (oder bauen zu lassen) sei einerseits vielleicht verständlich, andererseits aber eine weitere bauliche Herausforderung gewesen, so der Vereinsvorsitzende. Im Juni hätten die Baupläne und eine übersetzte Kostenaufstellung schließlich vorgelegen. Wegen der notwendigen zusätzlichen Stabilisierung dieses Hauses, sind weitere 1000 Euro angefallen. Dieser Betrag sei erfreulicherweise durch die Sondersammlung auch erreicht worden. Die Post, die Kaske aus Sri Lanka schließlich erhalten hatte, sei „launisch“ gehalten gewesen. Unter anderem wurde mitgeteilt, dass Pathumi im Vormonat ein weiteres Geschwisterkind bekommen habe.

Das neue Wohnhaus, das Dank der Uetersener Spendengelder nun gebaut werden kann, weist eine Wohnfläche von exakt 38,3 Quadratmetern aus. Für die nun siebenköpfige Familie ist es eine bescheidene neue Unterkunft. Allerdings, so Kaske, sei die Größe durchaus üblich für Familien, die in ähnlich „sehr bescheidenen“ Verhältnissen in dem Schwellenland lebten.

Kochgelegenheit und Toilette seien weiter „außer Haus“, die Waschgelegenheit an dem nahen Fluss, der die alte Behausung mit sich gerissen hatte. Kaske: „Das allerwichtigste ist allerdings, dass es sich um ein nun ‘festes’ Steinhaus mit einem ‘monsun-dichten’ Dach und ‘abbruch-stabilen’ Fundament zum Fluss handelt. Das sei wahrlich ein fundamentaler Fortschritt für das erweiterte Familienglück.