41. Mitgliederinformation

  • Team 

Liebe Vereinsmitglieder, liebe sonstige Vereinsförderer,

ein Jahr geht zu Ende. Für Euch war es hoffentlich ein gutes und gesundes Jahr. Für die „Rosenkinder“ war es ein besonders Jahr, denn wir sind 10 Jahre alt geworden und haben dies bekanntlich groß und erfolgreich Ende August 2017 in der Museumsscheune in Uetersen „tagelang“ gefeiert. Die dabei waren, erinnern sich bestimmt gerne daran, die nicht dabei sein konnten, denen wurde ausführlich berichtet.

Berichtet werden soll heute auch final im ablaufenden Jahr 2016. Schon jetzt kann man sagen, es war von der Öffentlichkeit wahrgenommen und finanziell gesehen das erfolgreichste in unserer Vereinsgeschichte. Daneben haben wir auch die Mitgliederschallgrenze von 200 durchschlagen und beenden das Jahr mit aktuell 202 Mitgliedern plus den vielen sonstigen Spendern und Unterstützern. Von der Projektseite aus betrachtet war es ein Jahr der Stabilisierung, aber auch zum Teil Neuausrichtung oder auch Abschluss unserer diversen kleinen und großen Vorhaben. Hier jetzt zunächst der gewohnte Überblick zum Stand der „Rosenkinder“ Projekte:

1.1. Laufendes Projekt „Rosenkinder“ Patenschaften in Zusammenarbeit mit dem Lions Club Aluthgama/Bentota

Aktuell haben wir 54 laufende Patenschaften, die grundsätzlich gerne alle auch in die nächste sechsmonatige Förderperiode ab Anfang 2017 überführt werden sollen. Allerdings bekommen wir noch ein Kind dazu. Das ist die 18jährige Dilki. Hier mit ihrer Familie Zuhause zurück.

Ehrlich gesagt hätten wir lieber Dilki nicht in den Kreis unserer Patenschaften aufgenommen, sondern noch für 1 oder 2 Jahre in unserem Children Home in Balapitiya belassen. Petra und Ursel haben sich da mächtig angestrengt, aber am Ende war die Rückkehr in die Familie wohl eine Elternentscheidung. Wir hoffen nun sehr, dass Dilki ihre gute Entwicklung hin zu einem guten a-level Schulabschluss in der nicht einfachen familiären Umgebung schafft.

Ja, das Zuhause ist schon eine echte Herausforderung. Es gibt da bekanntlich ja noch ein zweites „Rosenkind“, die kleine Schwester Chalani, chronisch krank und in der Schule weit zurück. Auch noch ein Bruder, aber der steht gar nicht auf Schule. Die Eltern machen auch nicht den besten Eindruck auf uns. Aber die beiden Mädchen sind es Wert, dass wir uns hier intensiver kümmern wie üblich und sonst notwendig ist. Zumindest ist das Haus schon wohnlicher wie vor einem Jahr. Zuerst gab es Solarlicht, jetzt soll es sogar Elektrik geben. Aber insgesamt sagt das Bild genügend aus über die Wohnsituation. Weiter kein Wasser, es mangelt an vielen, auch manchmal an Nahrung. Lernen mit leeren Magen geht gar nicht, also eine weitere Herausforderung für uns.

9 von den übrigen 53 „Rosenkindern“ warten aktuell auf die Ergebnisse ihrer o- oder a-level Prüfungen (mittlere Reife / Abitur), um dann hoffentlich erfolgreich die schulische Entwicklung weiter zu verfolgen oder notfalls zu wiederholen, um ein besseres Ergebnis zu bekommen. Eine bessere Förderung sollen ab nächsten Jahr insbesondere die älteren „Rosenkinder“ und die Studenten bekommen. Wir erhöhen die laufende monatliche Zahlung um 500 Rupees, umgerechnet um 3,42 Euro. Damit beträgt für diesen Kreis die monatliche Förderung erstmals über 20,00 Euro. Das ist nach Beratung unserer Helfer auch nur für die Älteren sinnvoll. Mehr zu den Patenschaften dann nach dem anstehenden Besuch in 2017.

1.2. Laufendes Projekt Förderunterricht im Anula Wijerama Children’s Home in Balapitiya in Zusammenarbeit mit dem All Ceylon Buddhist Congress (ACBC)

Das Highlight der Berichterstattung zu diesem Projekt ist der separate Bericht von Petra Gerlings und Ursel Kramer – Alltagsinformationen umfangreich und unmittelbar. Daher zusätzlich von mir nur ein paar eher formale Informationen:

Unser Children Home in Balapitiya hat hoffentlich nun den Umbruch oder besser die verschiedenen Umbrüche in diesem Jahr erfolgreich überstanden. Nach einer Wahl des ehrenamtlichen Komitees im August und einer erneuten Wahl im November haben wir scheinbar jetzt ein Team aus bekannten Helfern und neuen Helfern, mit denen wir die Zukunft bestreiten wollen. Bin sehr gespannt die neuen Helfer kennen zu lernen und die alten Helfer Mrs. Asitha and Mr. Jagath weiter an Bord zu haben. Wir haben auch mit einer Feinjustierung aus den Erfahrungen von Petra und Ursel den wöchentlichen Stundenplan umgestellt. Nach dem Ausscheiden viele älterer Mädchen sind jetzt mehr jüngere Kinder da. Da bedeutet 25% mehr Hausarbeitenhilfe, neben Englisch und Mathe auch Naturwissenschaften für die schulische Entwicklung. Handarbeiten und Computer gibt es nur noch in den Ferien. Gespielt wird aber weiter regelmäßig und intensiv auf dem neuen Spielplatz, erdacht, geplant und realisiert mit Nachdruck durch unsere beiden erfolgreichen „Außenbeauftragten“.

Parallel fördern wir jetzt ein zweites Mädchen, mit einer hoffentlich auch erfolgreichen ayurveda-medizinischen Behandlung. Über den erfolgreichen Start der misshandelten Sapumali hatte ich bereits berichtet. Nun haben Ursel und Petra mit der 12jährigen Schaja ein zweites noch schwerer misshandeltes und von der Familie ausgestoßenes Kind vorgefunden. Schaja geht jetzt nach 2 Jahren Pause wieder zur Schule und ist in gleicher medizinischen Behandlung wie Sapumali. Wir setzen auf einen gleich guten Erfolg für Haut und Seele und sind wie immer optimistisch. Ein Bild von Schaja im Arm von Ursel findet sich im separaten Bericht. Der Anblick furchtbar, das Gefühl hoffnungsvoll. Ich bin sehr gespannt, was ich in wenigen Monaten vor Ort an Erfolg in Unterricht und Gesundheit erlebe. Der beigefügte Bericht ist entstanden aus einer täglichen Live-Berichterstattung mittels WhatsApp an einen kleinen Kreis von Freunden bzw. speziellen Förderern. Die technische Übertragung von dem Tool in Word bzw. dann pdf war nicht so einfach und sehr aufwendig. Wir haben es aber bei der einfachen, direkten Art der täglichen Berichterstattung belassen. Dadurch sehr intensiv, auch etwas sehr lang, aber unheimlich eindrucksvoll und berührend. Petra und Ursel, lieben Dank für Eure tollen Taten für den Verein „Rosenkinder“, aber noch mehr für unsere „Rosenkinder“ dort. Siehe gerne in die Anlage viele Informationen!

1.3. „Rosenkinder Hostel“ beim Vocational Trainingscenter Panadura in Zusammenarbeit mit dem All Ceylon Buddhist Congress (ACBC)

Über die Erfolge unseres „Rosenkinder Hostel“ in Panadura kann ich leider nichts konkretes neues berichten. Offen gesagt kämpfe ich weiter ein wenig mit der Administration vom All Ceylon Buddhist Congress. Ohne die näheren Hintergründe zu kennen bin ich unzufrieden mit der laufenden Berichterstattung. Das anders und besser zu regeln wird eine der besonderen Aufgaben für die anstehende Reise und das übliche Treffen mit den Verantwortlichen in Panadura, aber auch Colombo sein. Daher hier keine Details und keine aktuellen Bilder.

1.4. Sonderförderung für die Madyama Lanka Nrutya Mandalaya Dancing School von Mrs. Dr. Waidyawathie Rajapaksha in Amunugama bei Kandy

Dieses Vorhaben ist eigentlich abgeschlossen und wir haben wiederholt über den am Ende erfolgreichen Abschluss bzw. den neuen gesundheitsschonenden Holzfußboden für die über 100 Schüler/innen im Trainingsraum und die sichere Elektrik berichtet. Bisher kennen wir diesen nur auf Bildern, aber er soll Ende Februar 2017 auch noch vor Ort begutachtet werden. Wir wollen vielleicht bei Bedarf noch ein paar Euros für funktionierende Sanitär- und Umkleidebereiche aus Sondermitteln spendieren, aber das ist noch in der Planung. Über die Details wird dann ausführlich im Reisebericht berichtet werden und wir bekommen bestimmt bei unserem Besuch auch wieder eine Extra-Show auf dem neuen Boden geboten. Alles wird gefilmt für Euch!

Jetzt schon oft erwähnt und hier etwas genauer. Ja, meine 14. Reise nach Sri Lanka steht an. Ich bin wieder nicht allein auf Tour. Wie immer begleitet von meiner Frau, aber auch mit 8 weiteren Vereinsmitgliedern machen wir uns auf den Weg. 4 „Wiederholer“ sind dabei, aber auch 4 „neue Sri Lanka Erkunder“. Der Mix macht es. Gestartet wird am 16. Februar 2017 mit einer Vorhut. Unser neues Vorstandsmitglied Katharina Kroog macht sich dann auch mit mir uns das 1. Mal nach Sri Lanka auf. Am 23. Februar 2017 folgt dann die übrige Reisegruppe. Etwas Sightseeing bzw. Rundreise, aber auch viel Projektschau steht auf dem Programm. Wie immer darf aber auch der Strand und Ayurveda für die Gesundheit nicht fehlen.

Was bleibt, natürlich der Dank an Sie, an Euch. Einige sind schon 10 Jahre dabei. Viele sind in den 10 Jahren dazu gekommen und auch noch in unserem Jubiläumsjahr 2016. Leider hat uns mit Herbert Rode ein Gründungsmitglied der „Rosenkinder“ nach langer, schwerer Krankheit vor Kurzem verlassen.

Allen meinen Dank für die große finanzielle, aber auch mentale Unterstützung unserer Projekte. Im Namen des Vorstands wünsche ich allen ein geruhsames und friedliches Weihnachtsfest und eine erfolgreiches, gesundes und wirklich „friedliches“ neues Jahr 2017. Große Herausforderungen für die Welt, aber im Kleinen auch für die „Rosenkinder“ in Sri Lanka stehen an. Da machen wir dann engagiert nahtlos weiter und berichten über unsere Erfahrungen und Erfolge.

Ihr / Euer

Dieter Kaske